Jahrelang habe ich nach meiner Ausbildung aus dem Fenster geschaut und mich gewundert,
was die Welt da draussen wohl antreibt.
Kaum war die dicke Schneedecke weg, drückten jedes Frühjahr auf's Neue die wildesten, frischsten Formen durch jede Ritze.
Da wollte ich mitmachen, was für eine Power !
Seitdem gibt es meine Leuchter.
Als Liebeslied an die Lebendigkeit und ihre schiebende Kraft sich permanent neu zu erfinden.
Ich blase und forme alle Glas-Elemente meiner Leuchter bei ca. 1200ºC am Glasofen.
Meistens gibt es ein Bild im Kopf, welches ich durch Zeichnungen konkretisiere und an welches ich mich
über viele Versuche am Ofen herantaste.
Die Bewegung des flüssigen Glases spielt dabei eine große Rolle.
Über den gesamten Schaffensproßess versuche ich einen gewissen 'Flow' zu etablieren und aufrecht zu erhalten,
bei dem meine handwerklichen Fähigkeiten die Basis bilden, die Idee die Form vorgibt, und das Glas die Dynamik einer 'einfrierenden' Flüssigkeit hinzusteuert. Wenn das mit dem Flow funktioniert, dann ist das eine richtig coole Sache
und das Arbeiten macht unglaublichen Spaß.
Funktionalität klingt eigentlich so als hätte sie im Zusammenhang mit Kunst und Skulptur nichts zu suchen.
Vielleicht habe ich deshalb lange Zeit damit gehadert, ob meine Objekte ihre Umgebung auch wirklich be-leuchten dürfen.
So hell, dass man sie als Leuchte verwenden kann, aber gleichzeitig ein Kunstwerk mitten im Raum schwebt.
Ich habe meine innere Stimme siegen lassen dieser Idee nachzugehen
und kann mich in Zusammenarbeit mit meinem Lichttechniker mittlerweile künsterlisch absolut austoben
und dabei eine funktionale, moderne Beleuchtung mit höchstem künstlerischen Anspruch anbieten,
die jeden Einsatzzweck optimal bedient.
Das ist ein wirklich großes Geschenk für mich und macht mir wahnsinnig Spaß.